{"id":165,"date":"2014-02-18T22:44:19","date_gmt":"2014-02-18T20:44:19","guid":{"rendered":"http:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/?p=165"},"modified":"2014-02-18T22:44:19","modified_gmt":"2014-02-18T20:44:19","slug":"gappmayr-in-schwaz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/?p=165","title":{"rendered":"Gappmayr in Schwaz"},"content":{"rendered":"<p>Am 5. Februar wurde in der Galerie der Stadt Schwaz die Ausstellung Heinz Gappmayr er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Bei dieser Gelegenheit wurde Frau Eva Maria Stadler f\u00fcr ihr Engagement gedankt und Frau Cosima Rainer als neue Leiterin der Galerie willkommen gehei\u00dfen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01340_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-166\" alt=\"DSC01340_01\" src=\"http:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01340_01-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01340_01-300x200.jpg 300w, https:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01340_01.jpg 550w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01343_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-170\" alt=\"DSC01343_01\" src=\"http:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01343_01-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01343_01-300x200.jpg 300w, https:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01343_01.jpg 550w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren!<br \/>\nBesucher der Schau Heinz Gappmayr in der Galerie der Stadt Schwaz!<\/p>\n<p>&#8222;Typo\u00ad\u00adgra\u00ad\u00adfie kann unter Umst\u00e4nden Kunst sein&#8220;.<br \/>\nDer K\u00fcnstler und Bauhauslehrer Kurt Schwitters schrieb diesen Satz 1930 und er macht uns damit deutlich, dass der Gestaltung von Schrift und mit Schrift zu Beginn des 20. Jahrhun\u00ad\u00adderts eine gestei\u00ad\u00adger\u00adte Aufmerk\u00ad\u00adsam\u00adkeit zukam.<br \/>\nMit der Moderne entwi\u00ad\u00adckelte sich eine zunehmende Durch\u00ad\u00addrin\u00ad\u00adgung von Literatur, Gebrauchs\u00ad\u00adgra\u00ad\u00adfik und bildender Kunst: Immer mehr K\u00fcnstler und K\u00fcnst\u00adle\u00adrin\u00ad\u00adnen nutzten Buchstaben, Zahlen und Ziffern als gestal\u00adte\u00adri\u00ad\u00adsches Element in ihren Werken, w\u00e4hrend Dichter ihre Texte wie Kunstwerke arran\u00ad\u00adgier\u00adten.<br \/>\nZum einen handelt es sich hierbei um Werke, die Typografie als sinnlich erfahr\u00ad\u00adba\u00adres Element einsetzen. Zum anderen um Arbeiten, die sich der Literatur als Quelle bedienen.<br \/>\nBeide Ans\u00e4tze sind f\u00fcr das Werk des Tirolers Heinz Gappmayr irrelevant.<br \/>\nF\u00fcr ihn geraten nicht die Lettern zu einem Logo, wie die ber\u00fchmten Love-Bilder und Skulpturen Robert Indianas und seine Wortbilder tragen nicht den Pathos der Geschichte, wie beispielsweise in Anselm Kiefers \u201eDeutschlands Geisteshelden\u201c.<br \/>\nGappmayr betrachtet prim\u00e4r die Buchstaben als das, was sie sind &#8211; ein Konstrukt aus geraden und gekurvten Linien.<br \/>\nWas diese Linien darstellen braucht erst den Betrachter, der sie lesen kann, zu Worten zusammensetzt und der Betrachter erzeugt daraus Begriffe. Doch Begriffe sind nur etwas Gedachtes.<br \/>\nGappmayrs Arbeiten handeln von der nicht sichtbaren, der gedachten Welt und untersuchen gleichzeitig die Strukturen und Bedingungen f\u00fcr deren Sichtbarmachung. Unsichtbares wird visualisiert und damit auf spezielle Art und Weise ins Bewusstsein gebracht.<br \/>\nEin Vorhaben, das mir erst klar wurde mit seiner Beschreibung einer seiner Arbeiten mit dem Titel \u201eEin Milliardstel Millimeter\u201c &#8211; Die Darstellung etwas nicht mehr Darstellbaren &#8211; Diese winzige Differenz, dieser winzige Abstand unter Verwendung riesiger Zeichen f\u00fcr diese Winzigkeit.<br \/>\n\u00c4hnlich der Unm\u00f6glichkeit, \u00fcber den Augenblick zu philosophieren.<br \/>\nDie beiden Kuratorinnen haben eine hochinteressante Ausstellung zusammengestellt, eine Schau, die zugleich den Schlusspunkt hinter die Arbeit von Frau Eva Maria Stadler setzt.<\/p>\n<p>Eva hat uns auf eine Reise geschickt, die f\u00fcr mich zu einer Entdeckungs- und Erfahrungsreise der besonderen Art wurde. Ihre eher zur\u00fcckhaltende Informationspolitik im Vorfeld einer Vernissage war f\u00fcr mich ein gro\u00dfartiges Eintauchen und Befassen mit Materien mir oft unbekannter Art.<br \/>\nIch hoffe, dass es den treuen Galeriebesuchern \u00e4hnlich ergangen ist. Ich bedanke mich f\u00fcr deine unnachahmliche Art der Kunstvermittlung gegen\u00fcber den Besuchern, den Medien aber auch den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern. Deine Ausf\u00fchrungen sind so in die jungen Besuchern eingsickert, dass immer wieder auf meinen gestrengen Wunsch die Aufmerksamkeit oder die Ordnung zu verbessern, zu \u00e4ndern, sofort der Aufruf \u201e\u00c4ndere dich Situation\u201c aus der Klasse ert\u00f6nt.<br \/>\nF\u00fcr alles, danke Eva!<br \/>\n\u201e\u00c4ndere dich Situation\u201c ist auch die Devise der Galerie der Stadt Schwaz. Frau Cosima Rainer \u00fcbernimmt die Br\u00fccke. Eine Wiedergeburt, eine Renaissance per personam, die uns mit spannenden Ausstellungen zu Positionen aktueller nationaler und internationaler Kunst f\u00fchren wird.<br \/>\nCosima, noch einmal herzlich willkommen in Schwaz und alles Gute f\u00fcr deine Arbeit hier in der Galerie der Stadt Schwaz.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01344_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-167\" alt=\"DSC01344_01\" src=\"http:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01344_01-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01344_01-300x200.jpg 300w, https:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01344_01.jpg 550w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01347_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-171\" alt=\"DSC01347_01\" src=\"http:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01347_01-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01347_01-300x200.jpg 300w, https:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01347_01.jpg 550w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenige Tage darauf konnte ich die neuen Ank\u00e4ufe des Landes Tirol besichtigen und traf dabei wieder auf&#8230;<\/p>\n<p>Heinz Gappmayr!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01357_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-169\" alt=\"DSC01357_01\" src=\"http:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01357_01-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01357_01-300x200.jpg 300w, https:\/\/ms-lahnbach.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/DSC01357_01.jpg 550w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 5. 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